Gärten mit Seele

Gartenschätze jetzt sicher einwintern

Am besten gelingt die Pflanzenüberwinterung unter freilandähnlichen Bedingungen.

Die Pflanzen einfach nur ins Haus zu stellen reicht nicht aus – das Wann und Wie ist entscheidend, sagt Dipl.-Ing. Stefan Schmidt von der Gartenmanufaktur Schmidt, und fügt als seine „Goldene Regel“ hinzu: „Kübelpflanzen stets so spät wie möglich einräumen, so früh wie möglich rausräumen. Denn unter natürlichen Bedingungen im Freien oder unter lichttransparentem Schutz sind die Pflanzen besser als im lichtärmeren Winterquartier aufgehoben, das für sie eben wegen des Lichtmangels immer eine Sonder- bzw. Stresssituation ist.“

Was verträgt Frost, was nicht?
Stefan Schmidt rät dazu, bereits vor dem Frost z. B. Bougainvillee, Engelstrompete, Enzianbäumchen, Margeritenstrauch, Roseneibisch und Sonnenwende einzuräumen. Temperaturen um den Gefrierpunkt ertragen, so Dipl.-Ing. Stefan Schmidt weiter, Citrus, Bleiwurz, Gewürzrinde, Schönmalve, Südseemyrte, Zylinderputzer dann, wenn sie an das hiesige Klima gewöhnt sind. Leichten Frost (bis ca. -5 °C) vertragen kräftige Pflanzen von Aukube, Echter Zypresse, Erdbeerbaum, Italienischer Schneeball, Lorbeer, Ölbaum, Wollmispel, Zimmertanne.

Licht und Temperatur beachten
Alle winterkahlen Pflanzen (z. B. Fuchsien) können, betont Dipl.-Ing. Stefan Schmidt, dunkel stehen, wintergrüne brauchen Licht je wärmer das Quartier ist, desto mehr davon. Für mediterrane Kübelpflanzenarten soll die Temperatur 10-12 °C nicht übersteigen. Günstige Überwinterungsquartiere sind also Kleingewächshäuser oder, deren „Kleine Schwester“, Florino-Freilandüberwinterungshilfen, am besten kombiniert mit Frostwächter und Strom sparender Warmluftheizung, sagt Dipl.-Ing. Stefan Schmidt. Die lichtverwöhnten Mediterranen, oft auch Tropenpflanzen, leiden während des hierzulande lichtarmen Winterhalbjahres in zu dunklen Quartieren. Unter lichttransparentem Schutz aber, stehen die Pflanzen fast so hell wie im Freien. Das unverträgliche Zusammenspiel von Lichtmangel und falscher Überwinterungstemperatur killt Kübelpflanzen häufig, weil ihr Stoffwechsel im „Winterschlaf“ dann nicht im erforderlichen Maß zur Ruhe kommt.

Tipps zu wichtigen Kübelpflanzen
Agapanthus: Wintergrüne Typen hell und kühl bei 5-10 °C überwintern; minimal gießen; winterkahle dunkel überwintern und nicht gießen.
Duftpelargonie: bei ca. 10-15 °C hell überwintern, gelegentlich mäßig gießen
Engelstrompete: hell und kühl bei 2-5 °C stellen, sonst Laubabwurf, der zu späterer Blüte führt; minimal gießen; je tiefer der Rückschnitt, desto später die Blüte im Folgejahr
Margerite: beim Einwintern ein Drittel zurückschneiden, bei 10/12 °C hell überwintern und sehr mäßig gießen, desgleichen z. B. Bougainvillee, Geranie, Vanilleblume und Wandelröschen
Oleander: hell bis mäßig hell bei 5-10 °C stellen; wenig gießen, schneiden erst nach der Blüte!
Für die sichere Überwinterung von Kübelpflanzen ist aus Sicht der Pflanzen das passende Zusammenspiel von Helligkeit und Temperatur entscheidend. In lichttransparenten florino-Saison-Gewächshäusern können die Gartenschätze gleich ganz im Freien überwintern – und müssen nicht aufwändig ins dunkle Winterquartier geräumt oder gar zum Gärtner gebracht werden.

Konkrete Informationen zu "Florino" finden Sie hier.